Weißer Schatten
14. Februar 2026 Früh am Morgen packte ich meine Ausrüstung: Kamera, Stativ, Monitor und unzählige Kleinteile, die alle ihren Platz im Rucksack finden wollten. Dann ab ins Auto und Richtung Norden.
Am Ausgangspunkt angekommen begrüßte mich bereits der kalte Wind. Die Sonne versteckte sich hinter einer dichten Wolkendecke, während leichter Schneefall einsetzte. So begann der Aufstieg auf die Aflenzer Staritzen. Zunächst führte der Weg durch den stillen Wald, bis nach und nach Erde und Wurzeln von Eis und Fels abgelöst wurden.
Nach etwa 40 Minuten wurde mir auch klar, was ich vergessen hatte: meine Gamaschen. Mit jedem Schritt durch den Schnee vermisste ich sie mehr.
Zeit für eine kurze Pause. Kaum blieb ich stehen, bemerkte ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung. Tatsächlich – ein Hermelin huschte vergnügt durch den Schnee. Natürlich hatte ich, wie so oft in solchen Momenten, kein Teleobjektiv auf der Kamera. Es blieben nur ein paar schnelle Schnappschüsse. Trotzdem war es ein besonderer Moment, denn erst zum zweiten Mal durfte ich einem Hermelin in freier Natur begegnen.
Als ich versuchte, das Objektiv zu wechseln, bemerkte es mich und verschwand blitzschnell in einem Riss im Schnee. Nach vergeblichem Warten packte ich schließlich meine Sachen und setzte den Weg Richtung Gipfel fort.
Kurz darauf kreuzte noch eine Gruppe Gämse meinen Weg. Einige der Tiere blieben neugierig stehen und beobachteten mich, als würden sie sich fragen, was ich bei diesem Wetter hier oben eigentlich zu suchen hatte.
Am Gipfel angekommen empfing mich eisiger Wind und eine vom Schnee verwehte Ebene. Das Gipfelkreuz war zwar zu sehen, doch ohne Schneeschuhe wäre der Weg dorthin den Aufwand nicht wert gewesen. Also drehte ich kurzerhand um und machte mich wieder auf den Rückweg – zurück zum Auto und endlich raus aus den Schuhen, die inzwischen mit Schmelzwasser gefüllt waren. In Summe ein klassischer Ausflug 😀





Schreibe ein Kommentar.